Photovoltaik-Ausbau im Juni stagniert bei knapp 1,3 Gigawatt

Im Bild ein Balkendiagramm mit dem Photovoltaik-Ausbau von Juni 2025 bis Juni 2026.Grafik: Bundesnetzagentur
Seit April stagniert der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland. Auch der Ausbau der Offshore-Windenergie bewegt sich auf einem relativ konstanten Niveau. Bei der Windenergie an Land war im Juni aber ein wachsender Zubau zu verzeichnen.

Im Juni 2026 belief sich der Netto-Photovoltaik-Ausbau in Deutschland auf 1.268 MW (siehe Grafik). Diese Daten hat die Bundesnetzagentur auf Basis der Meldungen im Marktstammdatenregister ermittelt. In der Zahl ist ein Aufschlag von 10 Prozent enthalten, da die Behörde von Nachmeldungen innerhalb der einmonatigen Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister ausgeht. Im Vergleich zum Vormonat stagniert der Photovoltaik-Ausbau, denn im Mai war er mit 1.296 Megawatt ähnlich groß. Im Vergleich Juni des Vorjahres (1.104 MW) kam es jedoch zu einem Zuwachs.

Photovoltaik-Freiflächenanlagen haben auch im Juni mit 573 MW den größten Anteil der neuen Solarleistung geliefert. Doch der Abstand zu Gebäudeanlagen hat sich verringert. Diese trugen mit 494 MW zum Photovoltaik-Ausbau im Juni 2026 bei. Balkonkraftwerke haben insgesamt 52 MW Leistung beigesteuert. In diesen Zahlen der Bundesnetzagentur ist kein 10-prozentiger Aufschlag enthalten. Um das zurzeit gültige Ausbauziel von 215 GW im Jahr 2030 zu erreichen, ist in Zukunft ein durchschnittlicher Photovoltaik-Zubau von monatlich 1.660 MW erforderlich. Der Bundesverband Solarenergie hat die PV-Ausbauleistung für das erste Halbjahr 2026 mit 7,4 GW ermittelt. Das ist etwas mehr als im Vorjahr. Der Branchenverband führt das auf Sondereffekte zurück und befürchtet, dass der Solarausbau in den kommenden Monaten einbricht. Die Ausschreibung für Dachsolaranlagen war zuletzt unterzeichnet, was auf einen zurückhaltenden Markt in diesem Segment hindeutet.

Windenergie-Ausbau im Juni angestiegen

Ein Balkendiagramm mit dem Windenergie-an-Land-Zubau im Juni 2026.
Grafik: Bundesnetzagentur

Bei der Windenergie an Land zeichnet hat sich der Ausbau im Juni verstärkt. Bereits im Vorjahr gab es viele Genehmigungen und die Zuschläge der Ausschreibungen bewegten sich auf Rekordniveau. Auch war zuletzt die Ausschreibung deutlich überzeichnet. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren in hohen Zubauzahlen bemerkbar machen. Zurzeit steigen die Zahlen verhalten. Im Juni 2026 betrug der Zuwachs der Windenregie an Land 443 MW. Um das derzeit geplante Ziel von 115 GW im Jahr 2030 zu erreichen, wären allerdings monatlich 832 MW Zubauleistung nötig.

Ein Balkendiagramm mit dem Offshore-Windenergie-Zubau im Juni 2026.
Grafik: Bundesnetzagentur

Offshore sind im Juni 180 MW neu ans Netz gegangen. In diesem Segment sind monatlich 356 MW für die Zielerreichung von 30 GW bis 2030 erforderlich. Da es nur sehr wenige, aber dafür sehr große Offshore-Projekte gibt, steigen die Zubauzahlen in diesem Segment immer dann stark an, wenn ein neuer Windpark im Meer in Betrieb geht. So lag der Dezember 2025 mit 503 MW Zubau über dem Soll.

Stromerzeugungsanlagen, die Biomasse nutzen, kamen im Juni 2026 mit 1 MW Leistung hinzu. Bei der Bioenergie gibt das EEG einen Rückbau um 14 MW pro Monat vor, um das Ziel von 8,4 GW im Jahr 2030 zu erreichen.

Weitere Informationen und Grafiken der Bundesnetzagentur zum monatlichen Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland sind unter diesem Link zu finden.

Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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